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Die Wasserkunst

Das Wasser in der Hansestadt



In den ersten Jahrhunderten wurden die Wismarer mit Trinkwasser aus Brunnen versorgt, die ihr Wasser aus der Erde sogen. Etwa um 1430 gab es in Wismar Wasserträger und Wasserfahrer die das Wasser bei Bedarf in die Häuser brachten. Zur Mitte des 16. Jahrhundert wurde der Trinkwasserbedarf der Wismarer Einwohner immer größer. Besonders die Bierbrauerei erforderte immer größere Mengen. Deshalb begann man um das Jahr 1563 mit dem Bau eines hölzernen Brunnens auf dem Markt. Der

zuerst vom nahegelegenen Mühlenteich gespeist wurde. Da der Bedarf an Trinkwasser stieg, leitete man Wasser aus den Metelsdorfer Quellen durch Rohre zur Wasserkunst. Diese Rohre hatte man extra aus Gothland kommen lassen.

Im Jahre 1602 wurde dann die Wasserkunst über den hölzernen Brunnen auf dem Markt gebaut. Gebaut wurde sie von dem bekannten Utrechter Baumeister Philipp Brandin. Das Wasser sprudelte damals aus den bronzenen Figuren Adam und Eva.

Die vorerst letzte Sanierung des pavillionartigen Bauwerkes im Jahre 1998 brachte den Einwohnern und Gästen der Stadt "Nix und Nixe", die im Volksmund nur "Adam und Eva" genannt wurden, zurück. Diese zwei Wasserspeier, früher Endpunkt der Anlage, übernahmen die Verteilung des kostbaren Nasses.
Um die Wasserversorgung noch weiter zu verbessern wurde zur Mitte des 15. Jahrhunderts der Wasserturm an der Stadtmauer beim heutigen Lindengarten gebaut. Dieser war bis zum Jahre 1887 in Betrieb. Und ist heute noch zu besichtigen.

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